• Schulprojekt "Asama"

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  • Das ASAMA- Projekt [Action Scolaire d'Appoint pour Malagasy Adolescents -- unterstützendes Schulprogramm für madagassische Jugendliche] der NRO MANDA ermöglicht Projektkindern und -jugendlichen aus armen Familienverhältnissen, für die ein Schulbesuch an einer öffentlichen Schule vor allem aus finanziellen Gründen nicht in Frage kommt, innerhalb eines Jahres den Grundschulabschluss (CEPE).

    Damit sollen auch diese Kinder und Jugendliche im Alter von 11-18 Jahren die Möglichkeit haben, eine weiterführende Schule zu besuchen und/ oder einen Beruf zu erlernen. MANDA arbeitet im Rahmen dieses Programms mit der so genannten ASAMA- Methode. Diese Arbeitsweise wurde speziell für Kinder mit sehr niedrigem Bildungsstand und schwierigen Lebensumständen ausgerichtet.

    Ursprung und Ziel

    Auf Anfrage der Leitung der NRO „MANDA“ im Jahr 2005 an die Organisation PNUD (Entwicklungshilfeprogramm der UNICEF), welche Möglichkeiten bestehen, um die schulische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen bei MANDA zu verbessern, wurde das Projekt „ASAMA“ initiiert.

    Das Projekt wurde auf 12 Monate angelegt und lief seinerzeit als Versuch mit 750 Schülern, verteilt auf 30 Schulklassen auf ganz Madagaskar. Die Klassen waren verschiedenen NRO zugeteilt. 50 Projektkinder – aufgeteilt in zwei Schulklassen - profitierten allein bei MANDA von dieser Initiative. 25 Kinder unserer Sozialstation TSIRY sowie 25 Jugendliche unserer beiden Ausbildungsprojekte VONY und FELANA.

    Ziel des Projektes sollte die Erlangung des ersten staatlichen Schuldiploms am Ende eines Schuljahres sein.

    Am 5. September 2005 startete der erste ASAMA- Durchgang. Aufgrund des positiven Resultats mit 66 % bestandener Abschlussprüfungen und dem großen Interesse von Seiten weiterer Projektkinder, beschloss MANDA, das ASAMA Schulprogramm in Eigenregie und mit finanzieller Unterstützung von ZAZA FALY e.V. weiter zu führen.

    Programminhalt

    Die Kinder/Jugendlichen von „ASAMA“ erhalten täglich 8 Stunden Unterricht u.a. in Rechnen, Lesen und Schreiben (Madagassisch und Französisch) sowie Geografie.

    Grundlage des Unterrichts bildet die ASAMA- Methode, die u.a. auch eine direkte Betreuung der Schüler vor Ort (auf der Straße oder zu Hause), eine entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrkörper sowie eine Abschlussprüfung mit Zeugnissausgabe beinhaltet.

    Schüler/innen, die die Abschlussprüfung nicht bestehen, haben die Möglichkeit, das Schuljahr zu wiederholen. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit die schulische Ausbildung in einer staatlichen Regelschule (z.B. Realschule) bzw. die berufliche Ausbildung in einem der internen oder externen Ausbildungsprojekte fortzusetzen.. Für die Jugendlichen der Ausbildungsprojekte erhoffen wir uns durch die bessere Ausbildung auch bessere Berufschancen.

    Seit 2005 haben insgesamt 520 Kinder und Jugendliche am ASAMA- Programm teilgenommen (Stand März 2017).

    Durchschnittlich haben 60 % die Abschlussprüfungen im ersten Anlauf bestanden. Diese Zahlen betrachten wir als einen großen Erfolg, gerade angesichts ihrer Herkunft und der teilweise traumatischen Erfahrungen, die sie in ihrem jungen Leben bereits machen mussten.

    Die Durchführung von „ASAMA“ bedeutete 2005 eine völlig neue Qualität in der Projektarbeit von MANDA. Zum ersten Mal waren wir in der Lage, einer großen Anzahl von Kindern innerhalb des Projektes einen schulischen Abschluss anzubieten, welcher den Ansprüchen einer staatlichen Schule genügt.

    Der Erfolg zeigt auch, dass man mit geringen finanziellen Möglichkeiten, wie ZAZA FALY/ MANDA sie hat, sehr effektiv und ohne großen Verwaltungsaufwand arbeiten kann. Die Kinder und Jugendlichen profitieren direkt und unmittelbar. Auf diese Art und Weise haben nun auch viele neue Projektkinder der Sozialstation die Möglichkeit, das Projektangebot wahrzunehmen.