• Das Einschulungsprojekt

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  • 1. Entstehungsgeschichte

    Eines der grundlegenden Ziele in der Projektarbeit von MANDA ist die Reintegration von Straßenkindern in die Gesellschaft und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Projektkinder. Daher wurde von MANDA 2005 ein eigenes Programm für Einschulungshilfen ins Leben gerufen.

    MANDA bietet seither den Kindern die Möglichkeit öffentliche und private Regelschulen zu besuchen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulbehörden.

    Die Idee des Einschulungsprojekts entstand vor allem aufgrund des Wunsches der Eltern, ihren Kindern den Besuch einer „richtigen“ Schule zu ermöglichen

    So wurde das Einschulungsprojekt fester Bestandteil in der Projektarbeit der NRO „MANDA“.

    2. Ziel und Struktur

    Das Ziel der Einschulung ist es vor allem, den älteren Kindern eine allgemeine Bildung zu vermitteln und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

    Von den seit 2005 durchgeführten Einschulungsmaßnahmen haben bereits ca. 1200 Kinder direkt und unmittelbar profitiert. Kinder, die bis vor kurzem noch auf der Straße gelebt haben.

    Auf diese Art und Weise haben nun viele neue Projektkinder schneller die Möglichkeit, das Projektangebot von MANDA wahrzunehmen.

    Zwei eigens für das Einschulungsprogramm eingestellte Sozialarbeiter_innen sind für die Durchführung des Projektes verantwortlich.

    Hierzu gehören intensive Gespräche mit den Projektpädagogen_innen bzgl. die Vorauswahl derjenigen Kinder, die für eine Einschulung in Frage kommen. Danach folgt ein Einstufungstest, um herauszufinden, in welche Klasse die Kinder eingeschult werden können. Bedingung für eine Einschulung ist das entsprechende Alter. Außerdem dürfen sie nicht mehr auf der Straße leben.

    Dann folgt ein Gespräch mit den Kindern bzgl. ihrer Motivation. Außerdem wird erfragt, ob die Kinder eine Geburtsurkunde besitzen, da dies ebenfalls eine Bedingung zur Einschulung ist. Danach gibt es ein Gespräch mit den Eltern. Falls die Kinder keine Geburtsurkunde haben, kümmert sich MANDA möglichst gemeinsam mit den Eltern darum.

    Falls es sich um einen komplizierten Fall handelt, was sehr oft der Fall ist, steht der Gang zum Familiengericht an, um eine neue Geburtsurkunde ausstellen zu lassen.

    Danach folgte der Weg zum Bürgermeisteramt bzgl. eines Wohnnachweises, welchen die Kinder ebenfalls benötigen.

    Danach erfolgen Schulbesuche in der Nähe der Wohnorte der Kinder. Hier nimmt MANDA Kontakt mit dem jeweiligen Direktor/Präsidenten der Elternvertretungen auf. Des Weiteren benötigen die Kinder einen Gesundheitsnachweis. Sie müssen beim Gesundheitsamt registriert sein – dies ist sehr wichtig für eine Schulaufnahme.

    Wenn alle diese Rahmenbedingungen erfüllt sind steht einer Einschulung nichts mehr im Wege.

    Im Rahmen des Einschulungsprojektes übernimmt „Manda“ bei Bedarf die Einschreibungskosten, das Schulgeld, das Schulessen oder/ und die Kosten für Sport- und Schulkleidung. Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit mittags ins Übernachtungsprojekt GITE DU NUIT zu kommen, wo sie eine warme Mahlzeit erhalten.

    Da die Kinder nun nicht mehr direkt zu MANDA, werden sie allmählich selbstständiger und die Familie wird darauf vorbereitet, sich nun selber um die Bedürfnisse ihrer Kinder zu kümmern und nicht mehr auf die Hilfe von MANDA angewiesen zu sein. In der Regel dauert eine Unterstützung im Bereich der Einschulung

    3. Ergebnisse

    Allein im Schuljahr 2016/2017 wurden 171 ehemaligen Projektkindern Einschulungshilfen gewährt. 64% dieser Kinder haben 2016 die Versetzung in die nächst höheren Klassen geschafft, 23 % wiederholen das Schuljahr, 13% haben aus den verschiedensten Gründen die Schule wieder abgebrochen. Eine im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren großartige Erfolgsquote.

    In den Jahren von 2005‐2017 wurden insgesamt 527 Projektkinder in 35 verschiedene öffentliche und private Regelschulen integriert. In dieser Zeit wurden insgesamt 1192 dieser Einschulungshilfen bewilligt. Das heißt, eine Reihe von Kindern konnte diese Hilfen mehr als einmal in Anspruch nehmen, wenn die Einkommenssituation ihrer Eltern ein Verbleib in der Schule nicht zugelassen hat.

    Von den seit 2005 durchgeführten Einschulungsmaßnahmen haben bereits ca. 1200 Kinder direkt und unmittelbar profitiert. Kinder, die bis vor kurzem noch auf der Straße gelebt haben. Auf diese Art und Weise haben nun viele neue Projektkinder schneller die Möglichkeit, das Projektangebot von MANDA wahrzunehmen.

  • Projektkosten

    Die durchschnittlichen monatlichen Projektkosten gliedern sich wie folgt auf:

    Nr. Posten Euro
    1 Schulgeld
    300,-
    2 Essen
    95,-
    3 Lohnkosten
    110,-
    4 Medikamente
    7,-
    5 Fahrtkosten
    8,-
    6 Telefonkosten
    4,-
    Insgesamt 524,-