• Für die Straßenkinder von Madagaskar

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  • 1992: Ausgangspunkt unserer Projektarbeit war eine dreimonatigen Urlaubsreise im Jahre 1992 der Berliner Uwe Marschall und Ralf Kramarczyk, auf der sie mit verschiedenen Straßenkindergruppen in Kontakt traten und ihre individuellen Lebensgeschichten kennen lernten. Zurück in Deutschland betrieb Ralf Kramarczyk intensiv Öffentlichkeitsarbeit und baute Spenderkreise in Brandenburg sowie Süddeutschland auf mit dem Ziel der Gründung eines Hilfsprojektes auf Madagaskar.

    1993: Rückkehr nach Madagaskar und Gründung eines Wohnprojektes für Armuts- und Waisenkinder durch Ralf Kramarczyk in Fenerive Est an der Ostküste Madagaskars. Uwe Marschall betreibt parallel in Deutschland Öffentlichkeitsarbeit und baut einen ersten eigenen Spenderkreis auf mit dem Ziel der Gründung eines Hilfsprojektes für Straßenkinder in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars.

    1994: Die Gründung des Vereins ZAZA FALY e.V. erfolgte im Mai 1994 mit dem Ziel der Unterstützung von Armuts-, Waisen- und Straßenkindern in Madagaskar. Der Verein bildete den rechtlichen Rahmen für das zu diesem Zeitpunkt bereits existierende Wohnprojekt von Ralf Kramaczyk. Im selben Jahr erfolgte der Umzug des Wohnprojektes von der Ostküste nach Antsirabe. Mit Hilfe von umfangreichen Geld - und Sachspenden aus Deutschland konnte hier ein Grundstück gemietet werden, auf dem ZAZA FALY zwei neue Wohn- und Schlafhäuser errichtete.

    1995: Im Jahre 1995 entschied sich Uwe Marschall, in der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, eine Sozialstation für verschiedene Straßenkindergruppen zu gründen. ZAZA FALY e.V. unterstützt seither beide Projekte in Antsirabe und Antananarivo finanziell, organisatorisch und personell durch eine deutsche Projektleitung.

    1998: 1998 gründete ZAZA FALY e.V. in Antananarivo zwei Ausbildungsprojekte für ehemalige Projektjugendliche der Sozialstation - die Tischlereiwerkstatt FELANA für ehemalige Projektjungen und die Web- und Nähwerkstatt VONY für ehemalige Projektmädchen.

    1999: Im März 1999 begann vor Ort eine halbjährige Umstrukturierungsphase in deren Zuge die Projekte in madagassische Selbstverwaltung übertragen wurden. ZAZA FALY e.V. konzentriert nun seine Arbeit ausschließlich auf die Unterstützung von Straßenkindern in Antananarivo mit dem Ziel der kontinuierlichen Grundversorgung und der Schaffung von weiterführenden Förderungen (z.B. Ausbildungsplätze, Regelschule, Reintegration in ihre Familien).

    Ab 1999: Im Zuge dieser Umstrukturierung gründet sich in Antananarivo die madagassische ONG "MANDA" (mad. für: "schützende Burg"), welche die drei Projekte seither in madagassischer Selbständigkeit mit eigener Projektleitung unterhält. "ZAZA FALY e.V." unterstützt diese Projekte weiterhin finanziell, organisatorisch und übt verschiedene Kontrollfunktionen aus. Zur personellen Unterstützung der Projektarbeit von "Manda" entsendet "ZAZA FALY e.V." ehrenamtliche Mitarbeiter_innen. Die einzelnen Förderrichtlinien sind in einem Kooperationsvertrag und in einer Finanzierungsvereinbarung zwischen "ZAZA FALY e.V. und der ONG "Manda" festgehalten.

    ZAZA FALY e.V. in Deutschland trägt sich von Beginn an durch die transparente und größtenteils ehrenamtlichen Arbeit des Vereinsvorstandes und Beirat ohne teure Verwaltungshierarchien. Finanziert wird die Arbeit des Vereins seit jeher durch ProjektpatInnen, freie SpenderInnen und Vereinsmitglieder und der Verein erhält keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung.

    Es arbeiten Geschäftsstellen in Berlin und Offenburg.

    Die Arbeit von ZAZA FALY e.V. dient nach Bescheinigung des Finanzamtes gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken und ist so in der Lage, steuerlich absetzbare Spendenquittungen zu erstellen.

    "ZAZA FALY e.V." gehört seit nunmehr über als 20 Jahren zu den wenigen internationalen und nationalen Nichtregierungsorganisationen, die sich in Antananarivo und ganz Madagaskar der Belange von Straßenkindern angenommen hat.